Zahnmedizinische Fortbildung

Parodontitis im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Etwa zu Beginn der neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts erschienen in Finnland die ersten Artikel über die Beziehung zwischen der Mundgesundheit und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Zusammenhang zwischen einem gesunden Mund und Herz-Kreislauf-Erkrankungen weckte recht schnell das Interesse einiger amerikanischer Forscher. Bereits im Jahr 1997 fand in Chapel Hill (North Carolina, USA) ein Pionier-Symposium statt. Bei diesem Symposium wurde die Fachwelt der Zahnmedizin auf den möglichen Zusammenhang zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 1 und 2, Nierenversagen, Frühgeburten, Atemwegsinfektionen und Osteoporose informiert. Im Zuge des Symposiums wurde auch zum ersten Mal der Begriff „medizinische Parodontologie“ eingeführt.

Diese Weiterbildung vermittelt Ihnen eine Übersicht über den Kenntnisstand der medizinischen Wissenschaft bezüglich des Zusammenhangs zwischen Parodontitis – beziehungsweise der Mundgesundheit im Allgemeinen – und anderen Erkrankungen. Dies wird auch als Komorbidität bezeichnet. Der Fokus liegt auf dem Zusammenhang zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Es werden jedoch auch andere Korrelationen erwähnt, sodass der Zusammenhang zwischen der oralen und der körperlichen Gesundheit aus einer breiten Perspektive beleuchtet wird. Die epidemiologischen Zusammenhänge zwischen Parodontitis und den Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden zusammengefasst. Anschließend wird die Korrelation zwischen Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erläutert. Zudem wird erklärt, wie sich eine suffiziente Parodontalbehandlung auf das Herz-Kreislauf- System auswirkt, um dadurch zu verdeutlichen, welchen Beitrag die Zahnmedizin zur Verbesserung der allgemeinen Gesundheit des Parodontitispatienten erbringen kann.


Gesamt 4 CME-Punkte


Teil 1 - 2 CME-Punkte

Wenn Sie Teil 1 dieses CME-Programms absolviert haben, können Sie:

  • den Begriff der Komorbidität erläutern;
  • Erkrankungen und Leiden nennen, die mit der Parodontitis einhergehen;
  • den Unterschied zwischen absoluten und relativen Risiken erklären;
  • die „bekannten“ Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen benennen;
  • angeben, wie stark sich die Parodontitis auf die Inzidenz ischämischer Ereignisse auswirkt;
  • eine Übersicht über die Mechanismen geben, die die Rolle der Parodontitis bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen biologisch erklären;
  • die Auswirkungen einer Bakteriämie auf das Immunsystem, die Blutgerinnung und den Fettstoffwechsel beschreiben;
  • die Überlappung der genetischen Prädisposition für (postadoleszente) Parodontitis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen skizzieren.

  • Teil 2 - 2 CME-Punkte

    Wenn Sie Teil 2 dieses CME-Programms absolviert haben, können Sie:

    • Methoden zur Bestimmung der Schwere der endothelialen Dysfunktion nennen;
    • Auswirkungen der Behandlung der Parodontitis auf den Zustand des Blutgefäßsystems, auf bestimmte Lebereiweiße und auf den Fettstoffwechsel erläutern.
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